Süsswasserbiologisches Seminar
hier ein Bericht von Steffi Mager über den Adolfo See in der Rheinische Post vom 06.09.07
Junge Taucher prüfen den Adolfo See: Eine Gewässeruntersuchung unternahmen Tauchlehrer Peter Hilgers und Biologe Andreas Heisig mit Kindern. Das Ergebnis: Das Ökosystem des Sees ist " richtig gut "
Es ist ganz ruhig am Ratheimer Adolfo See. Die Sonne scheint, und die Vögel zwitschern fröhlich ihr Lied. Doch auf dem See regt sich etwas. Große Kreise und einige Luftblasen deuten an, dass unter der Oberfläche Leben ist. Wie eine Fontäne schießt Aron ( 10 ) aus dem Wasser, in der Hand hält er eine Plastikdose. Ich habe eine Schnecke gefangen, ruft Aron zum Uner hinüber, und ich einen Wurm, schallt es von einer anderen Stelle. Nach und nach tauchen immer mehr junde Taucher aus dem Adolfosee auf.
Ab zu den Mikroskopen
Vorbei ist die Idylle. Stattdessen herrscht reges Treiben, so weit das mit Taucherflossen, Bleiwesten und Sauerstoffflaschen eben möglich ist. Das Ziel der Kinder sind die Mikroskope und die Stereolupen am Ufer des Sees. Die hat der Biologe Andreas Heisig mitgebracht. Gemeinsam mit dem Barakuda Junior Club Wassenberg, der von Tauchlehrer Peter Hilgers geleitet wird, leitet Heisig das Süßwasserbiologie Seminar für Kinder. Es untersuchten mit 18 jungen Tauchern im Alter von acht bis 14 Jahren die Wasserqualität des Adolfosees. Die Kinder sollen bei ihren Tauchgängen Tiere und Planzen sammeln. Die gefundenen Lebewesen geben Aufschluss über die Wasserqualität, sagt der Biologe. Zuvor hat er das den Jungen und Mädchen in einer theoretischen Einheit mit Fotos und Vidioaufnahmen erklärt.
Für den praktischen Teil ist Peter Hilgers mit seinen Tauchlehrern und erfahrenen Tauchern zuständig. Wir achten darauf, das die Kinder die Tauchregeln, die sie bei uns im Junior Club erlernen, richtig anwenden, sagt Hilgers.
Aron findet die Mischung aus Sport und Theroie klasse und ist froh darüber, dass ein solches Seminar endlich auch für Kinder angeboten wird. Bisher war ich bei den Erwachsenenseminaren dabei, als einziges Kind, das war blöd, erzählt Aron.
Zusammen mit seinen Mitschülern sitzt der junge Wassenberger i mTaucheranzug und nassen Haaren an denStereolupen. Durch Fotos kann Aron seine Schnecke al
Spitzschlammschnecke identifizieren. Und der Wurm ist ein Borstenwurm. Die Borsten sieht mann sogar, staunt Mateo. Mateo und seine Schester Lea tauchen erst seit den Sommerferien und durften daher nur Schnorcheln. Aber Spaß macht es trotzdem. Das ist spannender, als der Biountericht, denn hier sind wir in der Natur, weiß Lea. Unter den Lupen tummeln sich Wasserschläuche, kanadische Wasserpest, Köcherfliegen- und Eintagsfliegenlarven.
Die Kinder seien motivierter als manche Erwachsene, hinterfragen mehr und schauen oft auch genauer hin, ist sich der Biologe aus Hürth sicher.
Stolz strecken die Kids am Ende des Tages Pete rHilgers ihre Taucherpässe entgegen. SeinTauchpass ist Aron heilig, denn den braucht er später, Ich möchte Meeresbiologe werden, dafür bauche ich ganz viele Seminare.
Teilnehmer aus NRW
Die Workshops, die Peter hilgers vom Barakuda Club Wassenberg in Zusammenarbeit mit dem Biologen Andreas Heisig aussichtet, sind nicht nur im Kreis Heinsberg beliebt, über die Hompage des Clubs werden die Angebote in ganz NRW bekannt, Taucher aus Mönchengladbach, Gevelsberg ( Dortmund ) und aus dem Großraum Aachen sind regelmäßige Teilnehmer der Workshops.









